Christsein im Alltag - wer ist unser Nächster

zukunftkirche

Am Donnerstag den 02.11.2017 fand in der Kirchengemeinde Bad Zwischenahn der erste Gemeinde-Gesprächskreis unter dem Motto "Christsein im Alltag - wer ist unser Nächster" statt. Dieses offene und moderierte Gesprächsangebot richtet sich an alle interessierten Gemeindemitglieder, die sich über den Glauben austauschen möchten. Als Kerngegenstand dieses Abends hatte Pr. Arnold bezugnehmend auf das Gebot Jesus „ Liebe Gott über alles und Deinen Nächsten wie Dich selbst“ die Frage an alle Teilnehmer gerichtet:

Wer ist nun unser Nächster im Alltag?  Wer steht mir denn so nahe, dass ich ihm vor Gott zur Liebe verpflichtet bin? Wer gehört zum Kreis meiner Nächsten - meine Familie, meine Geschwister, oder auch andere fromme Christen oder gar jeder Mensch? Mein Nächster, das kann doch nicht jeder sein, sonst hieße es ja schließlich nicht „mein Nächster“, sondern „Jeder“. Welche Rolle spielt dieses in unserem Alltag als Christen und welche Erfahrungen haben wir damit gemacht?

Was sich dann an diesem Abend durch den offenen und persönlichen Austausch zeigte, war, wie farbenfroh das Bild in unserer Gemeinde auf die Beantwortung dieser doch so einfach anmutenden Frage ist. Im Zuge des gemeinsamen Dialogs füllte sich ein weißes Blatt Papier in der Größe A0 wie von ganz alleine. Jesus gibt auf die Frage, wer denn jeweils mein Nächster ist, keine allgemein theologisch komplizierte Antwort, die zu diskutieren wäre. Sondern Jesus erzählt die Beispielgeschichte vom barmherzigen Samariter. Ohne Ansehen der Person, ohne Ansehen der Religion, der Nationalität oder des Geschlechts, ist der mein Nächster, der in Not ist und dem ich zu helfen vermag. Dadurch, dass ich im Stande bin, einem Notleidenden zu helfen, ist er mein Nächster geworden, dem ich Hilfe schuldig bin. Alle Teilnehmer waren von der Vielfältigkeit des Dialogs überrascht und es ergab sich eine ebenso schöne Vorbereitung für den dann unmittelbar anstehenden Entschlafenengottesdienst.

Wir haben uns sehr über das große Interesse an diesem Seelsorgeformat gefreut, denn zu unserer großen Überraschung kamen 19 interessierte Glaunbensgeschwister zusammen und erlebten einen aktiven und wertschätzenden Austausch über den persönlichen Glauben.