Bezirksapostel Rüdiger Krause
besuchte die Gemeinde Bad Zwischenahn

Bezirksapostel Rüdiger Krause und Apostel Dirk Schulz in Bad Zwischenahn

Am Sonntag, dem 11.03.2018, hat Bezirksapostel Rüdiger Krause in Begleitung von Apostel Dirk Schulz in der Neuapostolischen Kirche in Bad Zwischenahn einen Gottesdienst gehalten.

Die Gemeinde hatte sich auf diesen hohen Besuch vorbereitet und stand in freudiger Erwartung auf diese Begegnung am Altar Gottes. Alle Bezirksämter und Vorsteher des Bezirkes Oldenburg waren mit ihren Frauen zu diesem besonderen Gottesdienst eingeladen. 123 Teilnehmer haben diesen Gottesdienst in der voll besetzten Kirche erlebt.

 Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9, 62)

Dieses Wort aus dem Lukas-Evangelium bildete die Grundlage für diesen Gottesdienst.

Die Sänger stimmten die Gemeinde mit dem nachfolgenden Chorlied auf das Dienen der Apostel ein:

„Brauchst du Kraft? Bei ihm ist Stärke! Brauchst du Hilfe? Er ist da! Er wird nie sein Kind verlassen, nein, will bei der Hand dich fassen. Fürchte nichts, er ist ganz nah. Ja, fürchte nichts, er ist ganz nah.

Er, dein Gott, weiß Rat für alles, er errettet, trägt und hebt. Seinem Blick ist nichts verborgen, lass in seiner Hand dein Morgen. Er ist Sieger und er lebt. Ja, Fürchte nichts, er ist ganz nah.“
(aus Singt dem Herrn, Band 2; Text: Hedwig von Redern 1866-1935; Melodie: Sigi Hänger geb. 1972)

Dieses freudig vorgetragene Lied der Sänger bewegte das Herz des Bezirksapostels und die Herzen aller Zuhörer.

Die Glaubensgewissheit: „Ja, fürchte nichts, er ist ganz nah“ prägte somit den Anfang des Gottesdienstes.

Bezirksapostel Krause nahm dabei Bezug auf das Dienen des Stammapostels im Februar 2018 in einem Jugendgottesdienst in Kapstadt (Südafrika). Er diente den ca. 36.000 Teilnehmern mit den Worten des Herrn Jesus:

 „Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.“ (Matthäus 14,29)

Das Bibelwort stammt aus der Begebenheit, als die Jünger den See Genezareth mit einem Boot überquerten und Jesus übers Wasser laufend ihnen entgegenkam. Auf den Ruf Jesu hin, versucht Petrus das Gleiche und ertrinkt beinahe …

Aus diesem Geschehen geht hervor, dass Jesus jeden Menschen persönlich ruft: „Komm her!“ Es ist unsere persönliche Entscheidung, ob wir aus Liebe zu ihm diesem Ruf Folge leisten. Er will die ewige Gemeinschaft mit uns in seiner Herrlichkeit!

Der spätere Apostel Petrus folgte dem Ruf Jesu, in dem er selbst das Unmögliche wagte – nämlich übers Wasser zu laufen.

Um das Ziel unseres Glaubens zu erreichen, müssen wir etwas wagen. Wir müssen in allen Lebenslagen die richtigen Prioritäten setzen.

  • Wir wollen die ewige Gemeinschaft mit Gott erreichen.
  • Wir handeln nach dem Willen Gottes und seinen Geboten.
  • Wir lieben Jesus und vergeben unserem Nächsten.

Wer vergebungsbereit ist, wird schnell für schwach gehalten. Und wer immer die Gebote Gottes befolgt, läuft Gefahr, auf etwas verzichten zu müssen – auf Reichtum, Anerkennung oder Genugtuung.

Dennoch: „Es lohnt sich, treu zu Jesus zu stehen. Denn er steht treu zu uns. Er wird uns helfen und seine Verheißung an uns erfüllen.“

Das vom Bezirksapostel verwandte Wort für diesen Gottesdienst steht unter der Überschrift: „Vom Ernst der Nachfolge“ (Luk. 9, ab 57).

Der Sohn Gottes gab zu diesem Thema drei besondere Hinweise, die auch für unser Glaubensleben entscheidend sind:

  •  „Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.“
    Hinweis des Sohnes Gottes: Jesus nachzufolgen, bedeutet nicht automatisch eine Verbesserung der Lebensumstände!
     
  • „Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.
    Er aber
    sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!“
    Hinweis des Sohnes Gottes: Der Schwerpunkt der Nachfolge Christi liegt in der Verkündigung des Evangeliums durch Wort und Werke.
     
  • „Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“
    Hinweis des Sohnes Gottes: Blicke nicht zurück, denn ein Landmann hinter dem Pflug kann nur eine gerade Furche ziehen, wenn sein Blick nach vorn gerichtet ist.

Weiter Beispiele aus der Heiligen Schrift:

  • Lot und seine Familie waren auf den Weg der Errettung. Lot‘s Frau blickte zurück und wurde zur Salzsäule. (1. Mose, 19, 26 und Lk 17, 32)
  • Die Emmaus Jünger verließen Jerusalem, weil ihre natürlichen Hoffnungen nach dem Kreuzestod des Sohnes Gottes auf Golgatha nicht erfüllt wurden. Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Jericho veränderte ihren Blickwinkel. Sie kehrten freudig in die Gemeinschaft der Jünger Jesu und späteren Apostel zurück und verkündigten allen: Wir haben den Herrn, den Auferstandenen gesehen. (Lk 24, 13-35)
  • Der gläubige Hiob erlebte unglaubliche Dinge. Er verlor alles. Als seine Frau das Elend sah, sprach sie zu ihm: „Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Sage Gott ab und stirb! Er aber sprach zu ihr: ... Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.“ (Hiob 29-10)
    Hiob erlebte die Treue Gottes und den göttlichen Segen.
  • Josef, der Sohn Jakobs, ist für uns ein großes Vorbild. Trotz kaum vorstellbarer Enttäuschungen, Unterstellungen, Entbehrungen hat er seinen Glauben an den Gott Abrahams nicht aufgegeben. Er vergab seinen Brüdern und wurde zum Erretter des Volkes Israels. (1. Mose 45, 4-8; 50, 19-21)

Als neuapostolische Christen werden wir immer wieder aufgerufen, das Böse zu überwinden und denen zu vergeben, die uns Unrecht getan haben. Wenn wir dies mit Jesus wagen, dann wird unser Leben schon heute frei von der Last des Bösen.

Deshalb gilt für uns alle der göttliche Rat: Richte deinen Blick in allen Lebenslagen vorwärts auf das Ziel unseres Glaubens. Blicke nicht zurück, denn wir sind auf dem Weg der Errettung!! Der Sohn Gottes gab selbst die Zusage:

„Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.“ (Joh. 12, 26)